Gedruckte Bibliographien und Bandkataloge: Die Ordnung der Bücher als Buch
Jahrhundertelang wurden Bücher in der Form eines Buchs verzeichnet; das früheste Beispiel einer solchen gedruckten Bibliographie ist die Bibliotheca Universalis von Konrad Gessner, die 1545-1555 erschien und die die Werke von 3000 Autor/inn/en auflistet.BILD
Auch für Bibliothekskataloge galt das Medium des Buchs bis ins 20. Jahrhundert hinein als Idealform; sie wurden zumeist handschriftlich angefertigt, wobei darauf geachtet werden musste, dass zwischen den einzelnen Titeln genügend Platz für Neuzugänge freigelassen wurde.
Die Reinschrift von Bandkatalogen war ein aufwändiges, mehrere Jahre dauerndes Unterfangen; so wurden zum Beispiel an der Universitätsbibliothek Wien unter anderem 1796-1810 (Alphabetischer Katalog), 1814-1823 (Systematischer Katalog) sowie 1847-1850 (Alphabetischer Katalog) Bandkataloge neu angefertigt. Der letzte Bandkatalog - ein Nominalkatalog - wurde 1900 bis 1905 angelegt.
